Berlinspiriert Artikel: Stärken und Schwächen

STÄRKEN UND SCHWÄCHEN
für die PolitikOrange zum Schülerzeitungswettbewerb der Länder

Der Sonderpreis „bunte Welt? – wahre Welt?‘
wird vom Bundesverbands Presse-Grosso für
kritischen Umgang mit Print-Medien gestiftet.
Klaus-Dieter Wülfrath, Vorstandsvorsitzender
der Stiftung Presse-Grosso, spricht über die
Vorteile des gedruckten Wortes.
Von Tatjana Sochowski

In Zeiten von Internet und Onlinezeitungen
legen Sie großen Wert darauf, dass Schülerzeitungen
sich kritisch mit Printmedien auseinandersetzen.
Ein bisschen altmodisch?

Studien belegen, dass Jugendliche das
Internet hauptsächlich als Kommunikationsmedium
benutzen. Eine Qualifikation
für journalistische Hintergründe
gibt es nicht. Es ist schwierig, zutreffende
Quellen und Hintergrundinformationen
zu finden. Die Printmedien sichern im
Gegensatz dazu die Meinungsvielfalt und
sind eine fundierte zuverlässige Informationsquelle
und Orientierungshilfe.
Das Internet ist aber sicher eine wichtige
Ergänzung zu den Print-Medien.
Ein kritisch-distanzierter Umgang mit Informationen
aus dem Internet scheint heute besonders
wichtig. Was können Sie jungen Menschen im
Umgang mit Medien mit auf den Weg geben?

In dieser sich schnell wandelnden Zeit
ist es wichtig, sich einen Überblick
über die Vielfalt der Medien, ihre
Stärken und Schwächen zu verschaffen.
Aber das muss man lernen. Auf das
Internet sollte nur zugegriffen werden,
wenn es schnell gehen muss und man
genau weiß, was man sucht.
Die meisten Schülerzeitungen erscheinen in
gedruckter Form. Haben Sie als Print-Experte
Tipps für die jungen Blattmacher?

Zunächst einmal bin ich von den
Einsendungen des Wettbewerbs sehr
beeindruckt. Es haben sich wirklich
qualitativ bemerkenswerte Zeitungen
beworben! Keine Frage: Schülerzeitungsmacher
gehen für ihre Altersgruppe
besonders kritisch mit Medien
um. So könnten sie ihren Mitschülern
auch eine Hilfestellung zur Medienkompetenz
geben – beispielsweise, in
dem sie in eigenen Artikeln reflektieren,
welche Recherche dem Thema
vorangegangen ist, was andere Zeitungen
dazu schreiben oder was im
Internet steht. Dies würde ich mir
wünschen: eine Einstiegsheranführung
zur Nutzung verschiedenster Medien.

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Berlinspiriert Artikel: Neugier ist unverzichtbar

NEUGIER IST UNVERZICHTBAR‘
für die Politik Orange zum Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2008

Freier Journalist oder Festanstellung – beide Arbeitsformen haben ihre guten Seiten. In der Agentur
„Redaktion und Alltag‘ erhalten die Schülerzeitungsmacher einen Einblick in beide Welten.
Von Tatjana Sochowski

In der Pasteurstraße im Berliner Szene-
Kiez Prenzlauer Berg werden Medien
gemacht. Hier befindet sich das Büro
der Medienagentur „Redaktion und
Alltag‘, die unter anderem verantwortlich
ist für fluter.de, das Online-Portal
des Jugendmagazins der Bundeszentrale
für politische Bildung (bpb). Insgesamt
rund 400 freie Journalisten sind für das
Magazin verantwortlich, sie berichten
aus allen Teilen der Welt.
Gut, dass die Autoren über den Globus
verteilt sind, denn in den Räumen im
Prenzlauer Berg wäre wohl kaum Platz
für alle. Schon mit den Teilnehmern
des Schülerzeitungswettbewerbs, die
hier etwas über Digitale Bohème lernen
sollen, sind die Räume gut gefüllt.
Digitale Bohème, das lernen die jungen
Medienmacher dann auch schnell,
bedeutet unter anderem: Mit Laptop
und Handy bestückt von überall auf
der ganzen Welt zu arbeiten. Zuhause
ist dort, wo W-LAN ist – dieses Motto
praktizieren nicht nur die freien Mitarbeiter
von „Redaktion und Alltag‘,
sondern immer mehr Journalisten und
Medienmacher.
„Der Vorteil am Leben eines freien
Journalisten steckt schon im Namen‘,
erklärt Tobias Asmuth, Politikredakteur
bei „Redaktion und Alltag‘, die positive
Seite an seinem Beruf. „Man genießt
eine gewisse Freiheit, über seinen Beruf
und seinen Alltag zu bestimmen.‘ Klingt
gut, klingt nach Selbstbestimmung und
Spaß: Nächte durcharbeiten und tagsüber
faulenzen, Urlaub nehmen wann
immer man Lust hat, bei gutem Wetter
mit dem Laptop im Park verschwinden.
Das gelingt allerdings nur dann, wenn
man einigermaßen organisiert ist.
Tobias Asmuth weiß: „Man sollte
regelmäßig Kontakt zu den Redakteuren
in den Zeitungen oder Sendern haben,
mit denen man arbeitet. Man muss
immer auf dem Laufenden sein und
wissen, welche Themen gerade diskutiert
werden.‘
Als freier Journalist zu arbeiten hat ein
bisschen was von Sozialromantik. Ein
Dasein, das früher die fahrenden Händler
lebten, die Gaukler und Zirkusleute,
das imitieren heute die Vertreter der
digitalen Bohème. Oftmals tun sie das
allerdings nicht freiwillig, sondern aus
der Not heraus, denn feste Anstellungen
sind in der Medienwelt rar. So sieht
die Gegenwelt zum Dasein des freien
Journalisten aus: Ein fest angestellter
Journalist muss sich nicht jeden Monat
darum kümmern, dass er genügend
Aufträge bekommt, damit am Ende
das Geld stimmt. Er hat einen festen
Arbeitsplatz, ein festes Einkommen,
einen strukturierten Tagesablauf. Das
ist nicht jedermanns Sache: „Ein festgefahrener
Arbeitsalltag lässt die Arbeit
schnell eintönig werden‘, kritisiert Tobias
Asmuth. Und Langeweile ist Gift für eine
kreative Tätigkeit.
Freier Journalismus oder Festanstellung?
So einfach die Frage ist, so schwer
lässt sie sich beantworten. Letztlich ist
es eine Frage persönlicher Präferenzen.
Und so gibt Tobias Asmuth den Schülerzeitungsredakteuren
wichtige Ratschläge
mit auf den Weg: „Findet einen
Rhythmus, um eueren Aufwand und den
finanziellen Ertrag ins richtige Verhältnis
zu bringen‘, sagt er. Können und Kenntnisse
reichen in diesem Berufsfeld nicht
aus. Wichtig sei außerdem, „dass man
sich eine Art Netzwerk aufbaut, denn im
Journalismus läuft unglaublich viel über
Kontakte.‘ Und was ist mit den Grundfertigkeiten
eines Journalisten? Auch
die, versichert Tobias Asmuth, seien
nicht ausgestorben. „Neugier und der
Wunsch, den Lesern oder Zuschauern
etwas mitzuteilen, sind unverzichtbare
Voraussetzung für den Beruf.‘

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Berlinspiriert Artikel: Ganz am Anfang

GANZ AM ANFANG
für die Politik Orange zum Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2008

Eine Schule ohne Schülerzeitung: Das geht so nicht, dachten sich
eine Handvoll junger Medienmacher. Kurzerhand gründeten sie
eine Redaktion. Die Geschichte eines Anfangs, wie er sich in jeder
Schülerzeitungsredaktion in Deutschland ereignen könnte.
Von Tatjana Sochowski

Gib dir die „Kante 2.0′. Der ungewöhnliche
Slogan, mit dem die Schülerzeitung
ihre Leser wirbt, ist zum
einen eine Anspielung auf den Namen
der Kant-Oberschule. Zum anderen
zeigt es deutlich, um was es hier geht:
Die Schülerzeitung „Kante 2.0′ ist
die Neuauflage ihres Vorgängers, der
Schülerzeitung Kante.
Die 18 Jahre alte Schülerin Alexandra
Sonnenwald leitet die Redaktion
ihrer Schülerzeitung. Sie hauchte
mit tatkräftiger Unterstützung ihrer
Schulkameraden der vergessenen Zeitung
neues Leben ein. Die Redaktionsmitglieder
waren allesamt zu
dem selben Schluss gekommen:
Einer Schule fehlt etwas ohne eine
Schülerzeitung.
„Wir merkten, dass auf unserer
Schule ein Kommunikationsproblem
zwischen den Schülern der Ober – und
Unterstufe besteht!‘, sagt Jonny Hertzog.
Der 17 Jahre alte Chefredakteur
von „Kante 2.0′ hat ein Ziel: „Wenn
etwas an unserer Schule passiert, will
ich allen die Möglichkeit geben, dies
zu erfahren!‘.
Die Kommunikation zwischen den
einzelnen Stufen zu fördern, war nicht
der einzige Grund für die jungen
Medienmacher, um ihre Schülerzeitung
neu aufleben zu lassen. Die Redakteure
beschäftigten sich außerdem mit allgemeinen
und aktuellen Themen, die in
anderen Medien sehr präsent waren,
wie zum Beispiel mit Streik des öffentlichen
Nahverkehrs in Berlin oder dem
Bürgerentscheid zur Schließung des
Flughafens Tempelhof. Den Schülern
geht es dabei allerdings nicht darum,
die Berichterstattung der tagesaktuellen
Medien zu kopieren, im Gegenteil:
„In Kiosk-Blättern sind die Artikel
oft zu allgemein, ohne Bezug auf den
Bürger‘, meint Alexandra. „Unsere
Herangehensweise ist anders. In unseren
Artikeln fragen wir uns, welche
Auswirkungen die einzelnen Probleme
vor allem für Schüler haben.‘
Die Ziele waren hoch gesteckt, doch
die Neugründung der Schülerzeitung
brachte auch Hürden und Herausforderungen
mit sich. Fleißig grübelten die
Redakteure über dem Gesamtkonzept:
Was muss hinein in eine Schülerzeitung?
Was interessiert die Leser? Was ist
wichtig für sie? „Am Ende entschieden
wir uns für eine Mischung aus tagesaktuellen
Themen und schulinternen
Informationen‘, erinnert sich Jonny.
Dann wurden die Nachwuchs-Journalisten
mit den Problemen der Realität
konfrontiert. Ambitionierte Projekte,
das lernten die jungen Medienmacher
schnell, scheitern oft am Geld. Für die
Erstausgabe fanden sich nicht genug
Sponsoren, nur durch eine Spende der
Schule konnte das Projekt „Kante 2.0′
gerettet werden.
Ohne Geld läuft nichts. Für jemanden,
der in den Medien arbeiten
möchte, ist das eine wichtige Lektion.
Mindestens ebenso wichtig ist, die heiße
Phase kurz vor Deadline zu überstehen.
Jonny und Alex haben hier Nerven
bewiesen. „Ausstehende Artikel mussten
in der Nacht vor Drucktermin noch
eingefügt, Rechtschreibfehler korrigiert
und die gesamte Druckversion auf ihre
Richtigkeit überprüft werden‘, erinnert
sich Alex. Und all das, während
mich andere Redakteure per Telefon
über ihre letzten Änderungswünsche
informierten.‘
Die erste Ausgabe ist mittlerweile
fertig, die Redaktion kämpft mit den
typischen Problemen, die bei der
Vermarktung eines neuen Mediums
entstehen. Noch nicht allzu viele Leser,
kaum Feedback, geringer Bekanntheitsgrad.
Doch davon lassen sich die Schülerzeitungsmacher
nicht entmutigen.
„Das Ergebnis unserer Arbeit in den
Händen zu halten, motiviert uns, uns
weiterhin zusammen zu setzen und über
spannende Themen zu recherchieren!‘,
spricht Jonny den Schlusssatz für die gesamte Redaktion.

AUCH ZU FINDEN UNTER (SEITE 12):
http://www2.politikorange.de/uploads/polo_szwdl08_final_web_2.pdf

Weitere Infos: http://www.myspace.com/tatjanasochowski/ 

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Berlinspiriert Artikel: „Praxis ohne Theorie ist blind; Theorie ohne Praxis ist wirkungslos“

„Praxis ohne Theorie ist blind;
Theorie ohne Praxis ist wirkungslos“

für die Politik Orange zu den Berlin Wahlen 2006

Kennt ihr sie schon? Habt ihr schon von ihnen gehört? Sie stürmen Schulen, starten Guerilla – Aktionen und feiern wilde Partys,…wir haben eine neue Gang in der Stadt. Dabei handelt es sich nicht, um eine durchgeknallte Gang von Jugendlichen, ohne Ziel, sondern eine Verbindung von Studenten, die es sich zum Auftrag gemacht haben, Politik unters Volk zu bringen. So neu ist diese Gang eigentlich nicht, das erste Mal hörten wir von ihnen 2002 zu den Bundestagswahlen. Sie haben es auf Wahlen abgesehen und vor allem auf Erstwähler und Jugendliche, denn dieses Jahr gibt es ca. 230.000 Erstwähler und da man Jugendliche nicht so wirklich für das trockene Thema Politik interessieren kann, musste sich die Politikfabrik was einfallen lassen und so haben sie die Wahlgang ins Leben gerufen, um die Schüler mit ihren Schultouren, die Jugendlichen mit ihren Guerilla – Aktionen und schließlich und endlich auch mit ihren Wahlparties darauf aufmerksam zu machen, dass sie dieses Jahr endlich dabei sind. Dieses Jahr können sie endlich ihre Stimme abgeben und wenigstens ein bisschen mit entscheiden, was in unserem Land passiert.
Bevor das alles möglich geworden ist, allerdings, muss ich zwei Männer erwähnen. Rudolf Hetzel und Prof. Dr. Nils Diederich vom Otto – Suhr – Institut der Freien Universität Berlin. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Politikfabrik überhaupt existiert, damals schon als studentische Agentur für politische Kommunikation. Alles weitere haben dann Gregor Scheppan und sein Kollege im April 2005 in die Hand genommen. Sie suchten ein Büro, Mitkämpfer und Sponsoren, wie zum Beispiel die Landeszentrale für politische Bildung.

Sie haben sich zur Aufgabe gemacht, eine Brücke zwischen Politikern und Jugendlichen zu schaffen, damit sie an Hand von Beweisen zeigen können, dass Politik nicht langweilig ist, immer mit dem grundsätzlichen Ziel junge Leute zu informieren und ihnen ein politisches Bewusstsein zu übermitteln, sodass sie später die Einsicht haben, sich politisch zu engagieren und wählen zu gehen. Sie versuchen mit ihren Aktionen den Jugendlichen ihr nicht nur politisches Interesse, sondern auch das Interesse an den Jugendlichen selbst klar zu machen. Ob es geklappt hat? – Das liegt an euch.

Alle wichtigen Informationen dazu findet ihr unter:www.politikfabrik.de oder unterwww.wahlgangberlin.de….

von Tatjana Sochowski

Berlinspiriert Artikel: 2006 – mein erstes Mal

2006 – mein erstes Mal….
für die Politik Orange zu den Berlin Wahlen 2006.

Berlins Teenager wählen die BVV und U18 hilft ihnen dabei.

Am 8. September ist es so weit, alle Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren können eine Woche vor der „echten“ Wahl des Abgeordnetenhauses von Berlin ihre Stimme abgeben unter der Organisation von U18 und der Schirmherrschaft von Walter Momper, dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses.

Das alles mit nur einem Ziel: Jugendliche an politische Inhalte, Parteien und Wahlverfahren heranzuführen – Politik muss nicht immer langweilig und trocken sein.

Um glaubwürdig rüberzubringen, dass Jugendliche tatsächlich mehr Interesse an politischen Inhalten haben, wie vor einigen Jahren, sind bestimmte Kampagnen von U18 mit Jugendlichen für Jugendliche ins Leben gerufen worden, da viele noch überhaupt nichts von ihrer Erstwählerstimme wissen.

So eben auch die Kampagne „2006 – Mein erstes Mal“. Promotion – Teams wurden drei Wochen lang vor den Wahlen auf die Straße geschickt, um Jugendlichen über ihr neues Wahlrecht zu informieren. Außerdem gab es noch viele Aktionen, um Jugendliche zu motivieren. Diese Kampagnen laufen noch weiter bis einschließlich dem 16.09.2006, dem letzten Tag vor den Wahlen, der noch ein letztes mal intensiv genutzt wird, um öffentlich zum Wählen aufzurufen.  Am 8. September ab 18 Uhr , nachdem alle unter 18-jährigen ihren analog zur Abgeordnetenhauswahl gestalteten Stimmzettel in die Wahlurnen geworfen haben ( es besteht auch die Möglichkeit zur Briefwahl), schließen die Wahllokale und es beginnt die Auszählung.

Die Ergebnisse werden an die U18 – Geschäftsstelle übergeben und im Internet veröffentlicht. Danach finden in ganz Berlin zahlreiche Wahlpartys statt, auf denen man die Wahlergebnisse mit Anwesenden Politikern und Politikerinnen besprechen kann. Die ersten Hochrechnungen sind ab  18 Uhr auf der Webseite und das Endergebnis um 22 Uhr…..

Die zentrale Wahlparty befindet sich im Haus der Jugend in Berlin – Mitte (Reinickendorferstr. 55 U–Bahnhof Nauerner Platz).

Für alle, die bei „2006 – mein erstes Mal“ mitmachen wollen, gibt es alle Informationen, sowie die einzelnen Wahllokale der Bezirke noch mal auf: www.u18.org oder www.06-mein-erstes-mal.de

von Tatjana Sochowski

Berlinspiriert Artikel: Eine neue Gang für Berlin

Eine neue Gang für Berlin
für die „PolitikOrange“ zu den Berlin Wahlen 2006

Manchmal stürmen sie Schulen, oder sie starten Guerilla – Aktionen in Parks. Ab und zu feiern s
ie auch wilde Partys. Ja, Berlin hat eine neue Gang. oder vielmehr eine alte, die wieder aktiv geworden ist. Die WAHLGANG Berlin hat es sich zum Auftrag gemacht, Politik unters Volk zu bringen.
Abgesehen haben es die Studenten vor allem auf Erstwähler und Jugendliche, und das ist eine große Zielgruppe: Um die 230.000 Erstwähler gibt es in Berlin. „Das erste Mal sind wir zu den Bundestagswahlen 2002 in Erscheinung getreten“, meint Gregor Scheppan. Der 28 Jahre alte Student ist Geschäftsführer der Politikfabrik, einer studentischen Agentur für politische Kommunikation. „Wir wollen universitäre Theorie mit Praxis verbinden, also die Inhalte aus der Uni in Projekte verpacken“, sagt er. 2002 hat sich die Politikfabrik zum Ziel gesetzt, Jungwähler zur Wahlurne zu bringen. „Das Problem war: Für viele Jugendliche ist Politik ein eher trockenes Thema“, erinnert sich Gregor. Da musste sich die Politikfabrik also etwas Kreatives einfallen lassen, und so wurde die Wahl – Gang geboren. Die außergewöhnlichen Aktionen der Wahl – Gang haben nichts mit trockener Politik zu tun, im Gegenteil: Wenn das orange Wahl – Mobil von Schule zu Schule tourt, hat die Wahl – Gang buntes, peppiges und ansprechendes Info – Material zu den Berliner Wahlen im Gepäcl. In der Wahl – Lounge am Hackeschen Markt werden Diskussionsrunden zu Themen wie Drogen oder Integration veranstaltet. Dann diskutieren prominente Politiker mit Erstwählern auf Augenhöhe. Ein weiterer Höhepunkt der Wahl – Gang sind so genannte Guerilla – Aktionen: In Parks und Schwimmbädern oder auf öffentlichen Plätzen wird die Werbetrommel für die Wahlen gerührt – mit Musik, Showeinlagen und pfiffigen Giveaways.

Der erste Auftritt der Wahlgang 2002 war ein voller Erfolg. Eine Neuauflage hat das Projekt 2005 erfahren und bei den BerlinWahlen 2006 ist die Gang auch wieder am Start. Mittlerweile ist daraus eine große Sache geworden. Gregor Scheppan und sein Kollege Christoph Fahle haben ein Büro gefudnen, sowie zahlreiche Mitkämpfer und Sponsoren, ein eigenes Logo und einen professionellen Internetauftritt – zu finden unter www.wahlgangberlin.de
Das Team hat sich zur Aufgabe gemacht, eine Brücke zwischen Politikern und Jugendlichen zu schaffen, damit sie an Hand von Beweisen zeigen können, dass Politik nicht langweilig ist. Sie versuchen mit ihren Aktionen den Jugendlichen ihr nicht nur politisches Interesse, sondern auch das Interesse an den Jugendlichen selbst klar zu machen. Berlin hat eine neue Gang. Keine Angst – es sind keine Schlägertypen, die Geld oder andere Wertsachen wollen. Diese Gang hat ein anderes Ziel: Möglichst viele Kreuzchen.

von Tatjana Sochowski