Bratwurst-Carbonara nach Jamie Oliver

Wer mich kennt, der weiß, dass ich das Kochen liebe und es weit aus mehr als ein Hobby zelebriere. Beim Recherchieren und Ausdenken neuer Rezepte kribbelt es mir in den Fingern, beim Schnippeln kann ich abschalten und meiner Kreativität freien Lauf lassen. Dabei probiere ich gerne Neues aus (wie hier die Bratwurst-Carbonara), setze aber auch auf alt-bewehrtes Wissen und natürlich hole ich mir auch Inspirationen von den „Großen“ – mein absoluter Liebling ist und bleibt aber Jamie Oliver (samstags vormittags auf sixx) mit seinem Lehrmeister Gennaro Contaldo. Beide bringen mich immer wieder auf neue Ideen und zeigen, dass gutes Essen nicht immer schwierig und ausgefallen sein muss, um ein Genuss zu sein. Mit etwas Kreativität kann man auch aus der leersten Küche etwas herausholen.

Ein absolutes „Hass-Gericht“ von mir waren bis vor Kurzem die allseits bekannten „Spaghetti Carbonara“. In meinem Kopf lauern dazu bis heute Ideen von viel zu viel stückiger Sahnesauce mit viel zu wenig Geschmack – warum, weiß ich auch nicht so genau. Ich weiß nur, dass ich eine Berührung meiner Geschmacksknospen mit dieser Abart der italienischen Küche immer vermieden habe. Bis ich neulich nichts weiter im Haus hatte, als vom Vortag übrig gebliebene Bratwürstchen und Nudeln (und Gott sei Dank keine Sahne..).

Ich bin kein großer Fan davon Essen wegzuschmeißen, das hat mir meine Oma noch so beigebracht. Alles wird verwendet, solang es gut und nützlich ist. Deshalb recherchiere ich oft nach neuen Rezepten, in denen meine Reste Verwendung finden können.

Bei meiner Recherche bin ich erst einmal auf Oliver Baronis Beitrag über Carbonara-Variationen für watson.ch gestoßen, der erst einmal einen Überblick darüber gibt, was man mit diesem schnöden Rezept so alles anfangen kann. Auch Jamies ursprüngliches Rezept für die „Sausage Carbonara“ (z. Dt. „Bratwurst-Carbonara“ ist dort vertreten, jedoch verzichte ich in meiner Version darauf das Wurstbrät zu Bällchen zu verarbeiten, da sich dies in der Regel schwer mit bereits gebratenen Würstchen umsetzen lässt.

Hier ist das Rezept zu meiner Version der Bratwurst-Carbonara nach Jamie Oliver.

Die Zutatenliste für Bratwurst-Carbonara:

  • Fertige Bratwürstchen
  • 150 g Speck (Pancetta)
  • 3 Eigelb
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 200 g Spaghetti (oder andere Nudeln)
  • 50 g Parmesan + mehr für Liebhaber
  • Olivenöl
  • Knoblauch
  • Salz & Pfeffer

Die Anleitung zum Rezept:

  1. Schnippeln

    Die bereits gebratenen Würstchen in gleichgroße Scheiben schneiden. Speck (falls nötig) auch in Streifen oder Würfel schneiden.

  2. Starten

    Einen Topf mit Wasser und einer Prise Salz für die Nudeln zum Kochen bringen. Während die Nudeln (nach Packungsanleitung) kochen, eine Pfanne mit ein wenig Olivenöl erhitzen. Nach Bedarf kann hier auch etwas Knoblauch mit in der Pfanne erhitzt werden – aber Achtung: Den Knoblauch nur zum Aromatisieren verwenden und wieder herausnehmen, bevor dieser verbrennt, da sonst alles bitter wird. Erst die Würstchen, dann den Speck in der Pfanne anbraten, bis beides leicht knusprig ist. Die Pfanne von der Hitze nehmen.

  3. Schlagen

    Die Petersilie klein hacken und in eine Schüssel geben. Nun das Ei darauf schlagen und mit etwas kochendem Nudelwasser und dem Großteil Parmesan mixen (Da in diesem Rezept nur das Eigelb verwendet wird, bleibt das Eiweiß übrig: Dieses kann ganz einfach eingefroren und ggf. später zu einem Eiweiß-Omelette verarbeitet werden) . Etwas Salz und Pfeffer können hier auch nicht schaden.

  4. Schubsen

    Die fertigen abgegossenen Nudeln zu den Würstchen und dem Speck in die noch warme Pfanne geben. Die Eimasse darüber geben und alles verrühren. Darauf achten, dass die Pfanne nicht mehr auf der Hitze steht, da das Ei sonst stockt. Die Restwärme genügt, um das Ei zu garen. Für die perfekte Konsistenz nach Wunsch weiteres Nudelwasser zur Sauce hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Servieren mit dem restlichen Parmesan bestreuen.

Geht auch:

Im Prinzip kann man hier auch anderes Fleisch vom Vortag benutzen, ganz wie es das Herz begehrt. Zu diesem Rezept passen auch Pilze sehr gut. Dafür einfach die geschnittenen Pilze (Pfifferlinge, Champignons, etc.) mit dem Speck und den Würstchen in die Pfanne geben und zusammen anbraten, bis die Nudeln dazugegeben werden. Ich habe in meiner Version (s. Foto) vor den Pfifferlingen noch rote Zwiebeln angebraten, da ich finde, dass diese in Kombination noch leckerer sind.

Dazu passt:

Als Beilage zu diesem doch etwas kalorienhaltigen Gericht eignet sich gut etwas Frisches, wie ein Salat. Sollten für die Sauce nicht bereits Pilze verwendet worden sein, kann man aus frischen Champignons, Frühlingszwiebeln, etwas Zitronensaft und Olivenöl einen einfachen Salat dazu reichen.

Aber das ist wieder ein anderes Rezept.

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