Berlinspiriert Artikel: Ganz am Anfang

GANZ AM ANFANG
für die Politik Orange zum Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2008

Eine Schule ohne Schülerzeitung: Das geht so nicht, dachten sich
eine Handvoll junger Medienmacher. Kurzerhand gründeten sie
eine Redaktion. Die Geschichte eines Anfangs, wie er sich in jeder
Schülerzeitungsredaktion in Deutschland ereignen könnte.
Von Tatjana Sochowski

Gib dir die „Kante 2.0′. Der ungewöhnliche
Slogan, mit dem die Schülerzeitung
ihre Leser wirbt, ist zum
einen eine Anspielung auf den Namen
der Kant-Oberschule. Zum anderen
zeigt es deutlich, um was es hier geht:
Die Schülerzeitung „Kante 2.0′ ist
die Neuauflage ihres Vorgängers, der
Schülerzeitung Kante.
Die 18 Jahre alte Schülerin Alexandra
Sonnenwald leitet die Redaktion
ihrer Schülerzeitung. Sie hauchte
mit tatkräftiger Unterstützung ihrer
Schulkameraden der vergessenen Zeitung
neues Leben ein. Die Redaktionsmitglieder
waren allesamt zu
dem selben Schluss gekommen:
Einer Schule fehlt etwas ohne eine
Schülerzeitung.
„Wir merkten, dass auf unserer
Schule ein Kommunikationsproblem
zwischen den Schülern der Ober – und
Unterstufe besteht!‘, sagt Jonny Hertzog.
Der 17 Jahre alte Chefredakteur
von „Kante 2.0′ hat ein Ziel: „Wenn
etwas an unserer Schule passiert, will
ich allen die Möglichkeit geben, dies
zu erfahren!‘.
Die Kommunikation zwischen den
einzelnen Stufen zu fördern, war nicht
der einzige Grund für die jungen
Medienmacher, um ihre Schülerzeitung
neu aufleben zu lassen. Die Redakteure
beschäftigten sich außerdem mit allgemeinen
und aktuellen Themen, die in
anderen Medien sehr präsent waren,
wie zum Beispiel mit Streik des öffentlichen
Nahverkehrs in Berlin oder dem
Bürgerentscheid zur Schließung des
Flughafens Tempelhof. Den Schülern
geht es dabei allerdings nicht darum,
die Berichterstattung der tagesaktuellen
Medien zu kopieren, im Gegenteil:
„In Kiosk-Blättern sind die Artikel
oft zu allgemein, ohne Bezug auf den
Bürger‘, meint Alexandra. „Unsere
Herangehensweise ist anders. In unseren
Artikeln fragen wir uns, welche
Auswirkungen die einzelnen Probleme
vor allem für Schüler haben.‘
Die Ziele waren hoch gesteckt, doch
die Neugründung der Schülerzeitung
brachte auch Hürden und Herausforderungen
mit sich. Fleißig grübelten die
Redakteure über dem Gesamtkonzept:
Was muss hinein in eine Schülerzeitung?
Was interessiert die Leser? Was ist
wichtig für sie? „Am Ende entschieden
wir uns für eine Mischung aus tagesaktuellen
Themen und schulinternen
Informationen‘, erinnert sich Jonny.
Dann wurden die Nachwuchs-Journalisten
mit den Problemen der Realität
konfrontiert. Ambitionierte Projekte,
das lernten die jungen Medienmacher
schnell, scheitern oft am Geld. Für die
Erstausgabe fanden sich nicht genug
Sponsoren, nur durch eine Spende der
Schule konnte das Projekt „Kante 2.0′
gerettet werden.
Ohne Geld läuft nichts. Für jemanden,
der in den Medien arbeiten
möchte, ist das eine wichtige Lektion.
Mindestens ebenso wichtig ist, die heiße
Phase kurz vor Deadline zu überstehen.
Jonny und Alex haben hier Nerven
bewiesen. „Ausstehende Artikel mussten
in der Nacht vor Drucktermin noch
eingefügt, Rechtschreibfehler korrigiert
und die gesamte Druckversion auf ihre
Richtigkeit überprüft werden‘, erinnert
sich Alex. Und all das, während
mich andere Redakteure per Telefon
über ihre letzten Änderungswünsche
informierten.‘
Die erste Ausgabe ist mittlerweile
fertig, die Redaktion kämpft mit den
typischen Problemen, die bei der
Vermarktung eines neuen Mediums
entstehen. Noch nicht allzu viele Leser,
kaum Feedback, geringer Bekanntheitsgrad.
Doch davon lassen sich die Schülerzeitungsmacher
nicht entmutigen.
„Das Ergebnis unserer Arbeit in den
Händen zu halten, motiviert uns, uns
weiterhin zusammen zu setzen und über
spannende Themen zu recherchieren!‘,
spricht Jonny den Schlusssatz für die gesamte Redaktion.

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