Berlinspiriert Film: Ich, du und der Andere

Ich, du und der Andere

Dieser Film ist mal wieder typisch Hollywood. Gleich zu Beginn: Das erwartete Familienfest. Alles ist super, alles ist toll. Dann noch die bevorstehende Hochzeit von Carl und Molly, gespielt von Matt Dillon und Kate Hudson. Das einzige was fehlt, ist der liebenswerte Chaot, Randy Dupree (Owen Willson), der in keiner Hollywoodkomödie fehlen darf. Dupree, Carl..s „Best Man“, sein bester Freund, amüsiert sich köstlich. Sie feiern auf einer kleinen Insel, aber wie es auch immer in diesen Filmen ist, braucht man einen Menschen, der die ganze wunderbare Stimmung wieder zerstört, gegen den man aber leider nicht viel machen kann und das ist hier Molly..s Vater Tycoon Thompson, gespielt von Michael Douglas. Er hat von Anfang an etwas gegen seinen neuen Schwiegersohn und versucht bis an das Ende des Films Molly und Carl auseinander zu bringen.

Kaum verheiratet ziehen Carl und Molly in ihr neues Haus, die Ruhe scheint unfassbar. Bis Calr seinen besten Freund Dupree zu sich nach Hause einläd, ihm vorschlägt, für ein paar Tage bei dem frisch verheirateten Paar zu wohnen, da er kein Dach über dem Kopf und keinen Job mehr hat. Aus ein paar Tagen werden mehrere Wochen. Der gesamte Film lebt mehr von Situationskomik, als von einfallsreichen Dialogen oder lustigen Sprüchen. Eines Abends zum Beispiel, Carl und Molly sind in ihrem Schlafzimmer und wollen sich gerade etwas näher kommen, da stürmt Dupree das Schlafzimmer, in die hintenanliegende Toilette, um sich dort für sein „gewisses Geschäft“ niederzulassen. Molly lag, bevor Dupree das Zimmer betrat, auf Carl, kaum ging die Tür auf, lag sie mit einem Rums auf dem Boden. Diese Situationen sind es, die diesen Film prägen.

Carl hat es auch im Beruf nicht leicht, da er in der Firma seines Schwiegervaters arbeitet, der ihn kurzer Hand zum Projektleiter befördert hat und nun immer schikaniert und runtermacht, sobald er die Gelegenheit dazu bekommt. Bis Carl eines Abends total ausrasted, über den frisch gedeckten Tisch springt, Dupree an den Halt und wild fluchend. Er verlässt kurzer Hand den Ort des Schreckens, den er sein Eigenheim nennt. Vollkommen geschafft von seinem neuen Leben, mit dem Stiefvater, der ihn hasst, einem besten Freund, der anscheinend ununterbrochen seine Frau anbaggert und versucht sein Leben zu zerstören und zu guter Letzt mit einer Frau, die vorerst kein Verständnis für irgendetwas hatte und nun auf einmal, wo alles schief läuft, denkt, es wäre das Glück auf Erden und besser kann es nicht mehr kommen. Er flüchtet, kommt in der Nacht nicht nach Hause und alle machen sich große Sorgen um Carl. Dupree erkennt, was er falsch gemacht hat und denkt sich nun, er wäre es seinem besten Freund schuldig, wieder zu richten, was er kaputt gemacht hatte. Dupree, der nun die Hilfe seiner neuen Freunde, den Nachbarskindern, in Anspruch nimmt, startet eine Suchaktion, um seinen Kumpel zu finden und begegnet ihm am Ende vollkommen geschafft in dessen Stammkneipe.
Müde, traurig und mit einer ganzen Flasche Tequila sitzt Carl in der Ecke der Kneipe und begießt sein schreckliches Leben, bis Dupree kommt, um ihm klar zu machen, was für eine wunderbare Frau er doch hat, ein schönes Leben und es wird sich alles regeln lassen. Mit dieser Taktik bringt Dupree Carl und Molly am Ende des Films wieder zusammen und wie könnte es anders sein, springt auch für Dupree eine neue, bessere Zukunft bei heraus. Er wird Motibationstrainer, schreibt Bücher und verdient sehr viel Geld.

Wieder einmal eine süße Komödie, die allen Klischees entspricht, die wir aus Hollywood gewohnt sind.
Ein schöner Sonntag-nachmittags-Film, der einem zeigt, dass die Liebe und gute Freunde soooo schön sein können.

von Tatjana Sochowski

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