Berlinspiriert Kunst: Lange Nacht der Museen – #LNBerlin 2015

Berlinspiriert Kunst: Lange Nacht der Museen – #LNBerlin 2015

Die Lange Nacht der Museen lud auch dieses Jahr wieder Jedermann ein, die kulturellen Schätze der Stadt zu bestaunen. In unser Bildergalerie zeigen wir euch einige wenige Momente unserer Tour für Livekritik.de, vor welcher wir euch hier schon gewarnt hatten. Weiterlesen

Kulturprojekte Berlin GmbH

Klosterstr. 68
10179 Berlin

Telefon

+49-30-24749-700

Email Adresse

[email protected]

Webseite

» Route auf Google Maps anzeigen


Berlinspiriert Kunst: News zur Berlin Art Week

 

Berlinspiriert Kunst: News zur Berlin Art Week

Während ich krank im Bett rum vegetiere, macht sich die Stadt weniger heimlich und still dafür mehr klamm (in Anspielung auf das Wetter) für die ersten Veranstaltungen der Berlin Art Week bereit. Deshalb hatte ich ein wenig Zeit, um ein paar Leckerbissen herauszusuchen und euch auch dieses Jahr wieder zur Berlin Art Week zu inspirieren! 😉

Die Berlin Art Week ist eine große Kooperation von Berliner Galerien und Museen, etablierten Messen, wie der PREVIEW BERLIN ART FAIR und anderen Happenings, um die Berliner Künstlerszene zu zentrieren und einen Ausschnitt der sich immer wandelnden Berliner Kunst zu zeigen. Vom 17.- 22. September 2013 findet die Berlin Art Week statt und mit ihr viele Veranstaltungen in ganz Berlin rund um das Thema Kunst, u.a. zeigt die Neue Nationalgalerie BubeDameKönigAss, die Berlinische Galerie Tobias Zielony: „Jenny Jenny“.

berlin-art-week

 

Zum Auftakt gibt es ein großes kostenloses Open-Air-Fest in der Auguststraße, welches sich selbst „unser Wowi“ nicht entgehen lassen kann. Gleichzeitig wird das im Art Week Special PAINTING FOREVER! eröffnet, bei welchem vier große Ausstellungshäuser und Museen (Berlinische Galerie, Deutsche Bank KunstHalle, KW Institute for Contemporary Art sowie Nationalgalerie) die zeitgenössische Malerei in Berlin in einem erstmaligen Zusammenschluss zeigen wollen.

Erstmalig in diesem Jahr stehen auch unbekannte Stadtrandgalerien auf dem Programm, wie z.B. die studentische „Kleine Humboldt-Galerie“ oder ddie „Kunsthalle“ in Weißensee.

Führungen durch die Galerien verschiedener Bezirke kann man durch die Organisation des Landesverbands der Berliner Galerien buchen.

Wer private Sammlungen bevorzugt, dem empfehle ich persönlich den Boros Bunker – eine der wichtigsten und sehenswertesten Privatsammlungen Berlins – vom 21.09.13-22.09.13 gibt es dort Führungen OHNE Voranmeldung.

Zur Einstimmung haben wir auf Facebook eine spannende Veranstaltung für heute Abend, 16.09.2013, heraus gesucht und eine öffentliche Liste mit (nicht nur) teilnehmenden Berliner Galerien angelegt – to be continued:

Event: Disruptive Patterns. Plots, Plans and Movements. (Prelude)

berlinspiriert: galleries

Übrigens: artberlin.de zeigt im Online – Guide die wichtigsten Infos und zusätzlich gibt es dort ab heute täglich ein Special zur Berlin Art Week:

Mit Tips von Kunstkennern, einem Party Guide, Interviews mit Andreas Mühe, Robert Lucander und den wichtigsten Highlights, die ihr nicht verpassen solltet.

 

ΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞΟΞ
inspired by:

Berlin Art Week c/o Kulturprojekte Berlin GmbH

Klosterstr. 68
10179 Berlin

Webseite

» Route auf Google Maps anzeigen


Berlinspiriert Kunst: Bourgeoisie, Swing und Molotow-Cocktails

 

Berlinspiriert Kunst: Bourgeoisie, Swing und Molotow-Cocktails
Eine Open-Air-Ausstellung

Wir haben euch bereits von der c/o Berlin Abschiedsparty vom Postfuhramt berichtet und warten selbst schon ganz ungeduldig auf die Ankunft vom c/o Berlin in Charlottenburg! Und gaaaaaaaaaaanz bald ist es auch endlich soweit!

Das C/O Berlin präsentiert uns nämlich vom 13. Juli bis 15. September 2013 die Open-Air-Ausstellung „Bourgeoisie, Swing und Molotow-Cocktails“ mit Fotografien über das Amerika Haus. Die Eröffnung findet am Freitag, den 12. Juli 2013, um 19 Uhr vor dem Amerika Haus in der Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin, statt.

Hier nun eine kleine Zusammenfassung vom c/o Berlin zum neuen Standpunkt, dem Gestern, Heute und Übermorgen des Amerika Hauses und was uns noch alles erwartet!

Das Amerika Haus im Wandel der Zeit

Millionen Berliner informierten sich in seiner Bibliothek und bei Filmvorführungen. Robert Kennedy, Richard Nixon und Willy Brandt kamen zu Besuch. Ws wurde mit Eiern und Molotow-Cocktails beworfen und mit Stacheldraht gesichert. Lyonel Feininger, Robert Rauschenberg, Gordon Parks stellten hier ihre Werke aus – das Berliner Amerika Haus ist weit mehr als ein architektonisches Kleinod aus den 1950er Jahren. An diesem Gebäude und seiner unmittelbaren Umgebung spiegelt sich die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts wider. Bis 1945 beherbergte das Gelände an der Hardenbergstraße einenpreußischen Offiziersclub, eine wilde Amüsiermeile und düstere Ausstellungen mit nationalsozialistischer Kunst. Nach dem 2. Weltkrieg stand das lichte, filigrane Amerika Haus 50 Jahre lang im Brennpunkt kultureller und politischer Diskussionen und internationaler Kontroversen zwischen friedlicher Re-Education, westlicher Propaganda und heftigem Anti-Amerikanismus. In der Ausstellung mit historischen Fotografien dokumentiert C/O Berlin erstmals den Ort und seine Umgebung im rasanten Wandel der letzten 150 Jahre – eine lokale Urbanisierung, die jedoch symbolhaft für ganz Berlin steht.

Zuerst kommen die Tiere – 1844 wird am Rand des Tiergartens der Zoologische Garten eröffnet, der zunächst bis an die Hardenbergstraße heranreicht. In den 1870er Jahren beginnt der Bau der Stadtbahn, 1884 wird der Bahnhof Zoo eröffnet. Damit wird die Gegend nachhaltig für verschiedenste, neue Nutzergruppen attraktiv. Auf dem Grundstück des späteren Amerika Hauses baut sich ein Maurermeister und Spekulant eine barocke Villa. Zudem werten bürgerliche Vergnügungen die Gegend auf – Reithalle, Themen-Ausstellung, Triumphbogen, Panoramabilder und Westeisbahn. 1899 kommt die moderne Kunst nach Charlottenburg. Die „Berliner Secession“ um Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth zieht in ein Gebäude neben dem heutigen Theater des Westens.

Nach dem 1. Weltkrieg wird die Villa an einen Offiziersverein verkauft. Die Hardenbergstraße bleibt keine reine Wohnstraße – sie wird belebter und großstädtischer. Dem Vergnügen, Ausgehen und Nachtleben gehört die Zukunft. Aus dem Haus des Offiziersvereins wird 1926 per Umbenennung das Kabarett und Tanzlokal „Villa d’Este“. Wo später das Amerika Haus steht, schwingen in den goldenen Zwanzigern die Berliner das Tanzbein. Nazikunst statt Swingmusik in den 1940er Jahren – im Garten der Villa d’Este wird die „Berliner Kunsthalle“ gebaut. Hier finden bis 1943 mindestens zehn Ausstellungen mit nationalsozialistischer Kunst statt – Fotografie aus Mussolinis Italien, kroatische Fotokunst und großformatige Porträts von politischen Größen des Dritten Reiches, aufgenommen von Hitlers persönlichem Fotografen Walter Frentz.

Am Ende des Krieges wird die Villa d’Este mitsamt der Kunsthalle zerstört. Anfang der 1950er Jahre diskutieren die US-Alliierten, hier das Amerika Haus anzusiedeln – bewusst als Gegenpol zur nationalsozialistischen Vergangenheit dieses Ortes. Zunächst soll es Walter Gropius entwerfen; dieser sagt jedoch wegen finanzieller Differenzen ab. So erhält der Berliner Architekt Bruno Grimmek den Auftrag, der schon das Marshall-Haus an der Messe gebaut hat. Das Amerika Haus beherbergt seit 1957 eine Bibliothek mit Schwerpunkt auf amerikanischer Literatur und Magazinen, und bietet ein umfangreiches Kulturprogramm mit Filmen, Theateraufführungen, Englisch-Kursen und Konzerten. Anfangs ist es ein Ort der Re-Education der Deutschen, zur Zeit des Mauerbaus antikommunistische Propagandaeinrichtung, seit den 1970er Jahren zunehmend gewöhnliches, landeskundlich orientiertes Kulturzentrum.

Ende der 1950er Jahre kommt das Amerika Haus verstärkt in die Öffentlichkeit, denn hier beginnen die Proteste gegen den „amerikanischen Imperialismus“ mit Demonstrationen der FDJ. Die erste Anti-Vietnamkrieg-Demo steuert 1966 gezielt das Gebäude an. Zum ersten Mal fliegen Eier auf die Fassade – bei späteren Demos werden daraus Steine und Wurfbrandsätze. Auf die Studentendemos folgen Entschuldigungsbriefe vom Rektor der Freien Universität an die Amerikaner und Gegendemonstrationen der CDU. Im Zuge der antiamerikanischen Proteste seit den 1960er Jahren und nach den Anschlägen vom 11. September 2001 verschließt sich das Amerika Haus zunehmend zu einer Festung. US-amerikanische Institutionen verstärken ihre Sicherheit soweit, dass nur noch geladene Gäste das Amerika Haus besuchen können – hinter hohen Zäunen, mit Rollgittern vor den Fenstern und Sicherheitsschleusen. Spätestens mit der Eröffnung der neuen amerikanischen Botschaft am Brandenburger Tor und der Übereignung der Immobilie an das Land Berlin im Jahr 2006 fällt das Amerika Haus in einen Dornröschenschlaf.

Zur Zeit wird das Amerika Haus behutsam renoviert. Die Eröffnung des Gebäudes ist für das Frühjahr 2014 geplant. Bereits ab Sommer 2013 – also noch während der Umbauphase – zeigt C/O Berlin die ersten Ausstellungen am neuen Standort. Jedoch nicht im Amerika Haus selbst, sondern open air vor dem Gebäude. 24 Stunden pro Tag, sieben Tage pro Woche und für jeden kostenlos zugänglich. Auf einer Vielzahl von Säulen präsentiert C/O Berlin in den kommenden Monaten Fotografien, die den neuen Standort, die Umgebung und Nachbarn thematisieren – ein visuelles Intermezzo bis zur Wiedereröffnung.

Die Ausstellung umfasst ca. 120 historische und zeitgenössische Fotografien. Sie wurde von C/O Berlin initiiert und von Dr. Hans Georg Hiller von Gaertringen kuratiert.

Hier noch einmal alle Daten in der Übersicht:

Bourgeoisie, Swing und Molotow-Cocktails
Das Amerika Haus im Wandel der Zeit

Ausstellung 13. Juli bis 15. September 2013
Eröffnung Freitag, den 12. Juli 2013 . 19 Uhr
Pressekonferenz Freitag, 12. Juli 2013 . 11 Uhr

Öffnungszeiten täglich . 0 bis 24 Uhr
Eintritt frei

♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥                    Inspired by:

C/O Berlin im Amerika Haus

Hardenbergstraße 22-24
10623 Berlin

Webseite

» Route auf Google Maps anzeigen